Things to do in Port Elizabeth No. 32: eat at the Food Trucks in the Baakens Valley

Friday

(english version below)

Einmal im Monat ist die Wiese im Baakens Valley mit Trucks zugeparkt und ab vier Uhr nachmittags kann man sich den Bauch mit allerlei Schleckereien vollschlagen. Allerdings muss man auch schnell sein, denn es gilt ein bisschen die Devise: Wer zuerst kommt, isst zuerst. Auch wenn der Truck Friday bis 21 Uhr geöffnet ist, sind nicht alle Truckbesitzer darauf vorbereitet, hungrige Mäuler bis in den Abend hinein zu versorgen. Wenn man daher wie ich, erst um acht mit einem knurrenden Magen aufschlägt, kann es daher gut sein, dass sich die Auswahl stark dezimiert hat. Vegetarische Currys jedenfalls kann man sich dann nicht mehr auf der Zunge zergehen lassen. Besser ist man gestellt, wenn man auch dem Fleische nicht abgeneigt ist. Der Südafrikaner liebt seinen Grill und sein Biltong, sodass man sich darauf verlassen kann, dass genügend Vorrat vor Ort ist, um bis in die Abendstunden versorgt zu werden. Auch Pizzen und Burger, Süßes und Flüssiges gibt es reichlich. Für die Stimmung sorgen Musiker aus der Stadt: Entweder wird live gesungen oder DJs legen auf. Die Musik fängt sich im Tal, das zu beiden Seiten von schroffen Felswänden umgeben ist. Für die Kleinen gibt es eine Hüpfburg und für die großen Shoppingmöglichkeiten abseits des Alltäglichen. Porzellan, Kleidung, Schuhwerk und Schmuck werden ein einer kleinen Halle am Rande des Trubels angeboten. Das Schönste am Ganzen ist, das jede Kleinigkeit vom gepressten Ananassaft bis hin Longboard alles in der Stadt hergestellt wird. Mit einem Kauf wird also keine Kette unterstützt, sondern ein städtischer Kleinunternehmer. Umso mehr Grund, sich dort einmal umzuschauen und den Abend ausklingen zu lassen.

Once a month there is the Food Truck Friday in the Baakens Valley and from four in the afternoon you can fill your belly with various delicacies. But you have to be fast since the first one’s there will also be the first one’s served. Even though the Food Truck is open until nine in the evening not all of the Truck owners are prepared to feed hungry mouths until the evening. So if you turn up at eight, like I did, it can happen that your choice will be diminished. At least vegetarian curries can’t be enjoyed at that time anymore. But luckily it is different, if you are not a vegetarian. The South Africans love their braai and their Biltong so that you can be almost sure that their will be enough until the very last minute of the evening. Also pizzas and burgers, sweets and drinks are plenty. The mood is cheered up by musicians: Either singers sing live or DJs put on some music. There are jumping castles for the little ones and shopping opportunities for the bigger ones. In a small plant near the trucks porcelain, clothes, shoes and jewelry is sold. And the best thing: all of the venders are locals. So with a purchase you don’t support big chains. One reason more to spend a nice evening here.

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Swimming with seals – again

swimming

We have done it before – snorkelling with seals in Plettenberg Bay. It is an amazing experience! We had to do it again. Twice. At the moment there are so many curious cubs in the water and they all are so playful. Some of them are shorter than my leg. In the water they don`t fear you. On the contrary – they play in the water next to you and sometimes they come to you as if they ask you to play with them. It is marvellous!

 

3 Monate, die noch bleiben

Germany

In drei Monaten sitze ich wieder in Deutschland. Wow. Die Zeit ist wirklich gerannt. Ich fühle mich nicht so, als hätte ich schon über zwanzig Monate in der Ferne hinter mir. An manchen Tagen eher so, als wäre ich gestern angekommen. An anderen so, als würde ich schon mein Leben lang hier sein. Und nun werde ich alle Nase lang gefragt, ob ich denn meine Rückreise schon gut vorbereitet habe. Ehrlich gesagt möchte ich daran noch so wenig wie möglich denken. Eher daran, wie die letzten Monate verbracht werden, wer noch einmal besucht werden und welcher Nationalpark, Strand oder Städtebesuch noch einmal eingeplant werden muss. Meine Liste, mit Dingen die ich hier gern sehen und erleben möchte ist zwar etwas geschrumpft, hat aber noch zu viele Punkte auf dem Plan, die noch abgehakt werden müssen. Da sind zum Beispiel die Nilpferde in Kwazulu-Natal vor denen ich mich einmal fürchten möchte. Oder die Berge in Limpopo, die mir einmal den Atem nehmen sollen. Oder die Wasserschildkröten in St. Lucia, denen ich dabei zuschauen möchte, wie sie sich zum ersten Mal in die Weite des Ozeans stürzen. Wer möchte da daran denken, in ein kaltes Deutschland zurückzukehren und von einem Tag auf den anderen aus den Flipflops in dicke Winterboots zu wechseln? Tja Leute, es hilft ja nichts, ein paar Dinge müssen geplant und vorbereitet werden, ob ich das nun will oder nicht. Und unerwarteter Weise stellt sich das unlustiger dar als gedacht. Ein paar dicke Steine liegen da noch in unserem Weg. Die Vorbereitungen, diese aus dem Weg zu schaffen laufen.

Stein 1 – die Jobsuche. Wir leben in einer Welt, in der dank modernster Telekommunikationsmittel von einem Ende der Welt Kontakt mit der anderen Seite aufgenommen werden kann. Eine Welt, in der Arbeitnehmer nach Fachqualifikation, internationaler Erfahrung, drölfhundert Fremdsprachenkenntnissen und vor allem Flexibilität schreien. Sollte doch kein Problem sein, da was zu finden, oder? Immerhin lässt sich das jetzt alles abdecken. Nun ja, das stimmt dann wohl nur so halb. Während ich das Problem nach zwei Bewerbungen und zwei Bewerbungsgesprächen vom Tisch hatte, kämpft sich mein Mann durch den Dschungel der Stellenausschreibungen und Ausreden, warum er denn nun nicht eingeladen werden kann. Natürlich ist es die Entfernung und kaum einer will das Geld für einen Flug aufbringen. Das kann ich sogar noch gut verstehen. Warum sollte ein Flug für eine Stunde Vorstellungsgespräch nötig sein, wenn man einfach den Computer anschalten, Skype aufmachen und quasi für lau miteinander reden kann? Das machte jedenfalls für mich Sinn. Aber selbst die Arbeitgeber, die sich damit brüsten international tätig zu sein, ist das zu viel. Technikaffinität macht sich nicht breit. Die einen wissen nicht, wie das denn funktioniert und lassen sich in einem 30minütigen Telefongespräch erklären, wann man welchen Knopf drücken muss, damit das Gesicht auf dem Bildschirm erscheint und die anderen sind gleich ganz direkt: „Ich kann Skype nicht leiden, deswegen wüsste ich nicht, was ich Sie in einem Bewerbungsgespräch via Skype fragen sollte“, bekommt man da gesagt. Joar. Danke auch. Zum Thema Flexibilität kann man da wohl nicht mehr viel sagen, außer dass die Stellen allesamt befristet sind und bei einigen nicht mal der Eintrittstermin feststeht. Es verwundert mich dann, dass einige Firmen lieber das Geld auf den Tisch legen, und meinen Mann einfliegen lassen. Mal abgesehen, davon dass ich das für eine enorme Ressourcenverschwendung halte, die auch noch Urlaubstage frisst, die viel besser verwendet werden könnten, versuche ich das positiv zu sehen. Immerhin bringt das neben dem Vorstellungsgespräch auch die theoretische Möglichkeit, sich dem zweiten Problem zu widmen.

Stein 2 – die Wohnungssuche. Die Situation ist Folgende: Mein Mann ist dazu verpflichtet, bis zum letzten Tag seines Vertrages im Land zu bleiben, damit alles ordnungsgemäß übergeben werden kann und der ganze Pipapo. Das heißt für uns aber nun, dass wir am letzten Tag des Monats in den Flieger steigen und am ersten Tag des neuen Monats in Deutschland ankommen werden. Ab dann wird sich keiner mehr für uns interessieren. Während bei der Ankunft in Südafrika die ersten beiden Wochen für so Kleinigkeiten wie die Wohnungssuche freigestellt wurden, wird ein solcher Luxus auf der Rückreise nicht gestattet. Warum? Nun ja, die meisten kehren eh in ihr Haus oder ihre Wohnung zurück und der Rest kann ja mal eben die den Eltern unterkommen. Oder? Moment. Das funktioniert nicht. Wir haben weder Haus noch Wohnung. Wir haben nicht mal mehr den Großteil unserer Wohnungseinrichtung. Also bliebe nur der Weg in den Schoß der Eltern, ob die nun wollen/können oder nicht. Allerdings wohnen diese 350 km vom neuen Job entfernt. Das würde dann ein langer Arbeitsweg. Vier Stunden für eine Strecke, dann acht Stunden Arbeit, dann vier Stunden. Sehr lustig. Dass das nicht gewollt sein kann ist klar.

Also versuchen wir aus einer Entfernung von 14.000 km eine Wohnung zu finden. Als wir nach Südafrika gekommen sind, hat sich die Wohnungssuche nicht als Problem herausgestellt. Wir haben verschiedenen Makler angeschrieben, alle haben uns innerhalb von zwei Tagen diverse Wohnungen gezeigt und in die, die uns am besten gefallen hat, sind wir drei Tage später eingezogen. Bezahlt wird hier dann auch nur der Makler, der einem letztlich die Wunschwohnung vermittelt hat. Nett, oder? Klar, wusste ich, dass es in Deutschland etwas anders ausschaut. Dennoch hab ich mich frohen Mutes auf immobilienscout umgeschaut und fleißig Traumwohnungen rausgesucht. Man kann ja nicht früh genug anfangen, wenn ein sofortiger Einzug eh nicht gewährleistet wird. Die ersten Emails an Vermieter werden gleich gar nicht beantwortet. Sie werden bestenfalls als Witz und schlimmstenfalls als Scam abgestempelt. Daher sind wir zu Telefonanrufen übergegangen. Wenn wir Glück haben wird uns unsere Situation abgenommen. Was noch lange nicht heißt, dass wir eine Chance auf eine Wohnung haben. Bisher haben wir eher aus der Brust kommende Lacher geerntet. Selbst wenn alle benötigten Unterlagen gescannt und geschickt werden, so funktioniert es halt nicht. Ohne Besichtigungstermin geht nichts. Für einen solchen steige ich jetzt aber nicht in den Flieger. Also abwarten? Wie gesagt, nun versuchen wir Jobinterview mit Wohnungssuche zu verbinden. Ich hielt das jedenfalls für eine zwar stressige, aber dennoch gute Idee. Denkste Puppe. „Wenn sie einen Besichtigungstermin wollen, müssen sie schnell sein. Am besten noch am Tag nachdem die Anzeige für die Wohnung geschaltet wurde.“ Ugh. Ich seh uns schon in den ersten drei Monaten in einem ollen Hotelzimmer sitzen. Was noch in anderer Hinsicht spannend wäre. Da ich meinen Job erst zwei Wochen nach unserer Ankunft antreten werde, muss ich mich in den ersten beiden Wochen arbeitslos melden, um irgendwie versichert zu sein. Um mich beim Arbeitsamt melden zu können, muss ich einen Wohnsitz in der Stadt haben. Und das alles am ersten Tag meiner Ankunft. Ich freue mich jetzt schon auf die Diskussionen beim Einwohnermeldeamt und beim Arbeitsamt…Aber damit sind wir auch schon beim dritten Problem, dass sich derzeit stellt.

Stein 3- der Umzug an sich. Nach Südafrika auszuwandern war einfach. Drei Koffer im Gepäck und ein Paket auf dem Weg. Damit war alles geklärt. In der Zwischenzeit hat einiges den Geist aufgegeben oder wurde verschenkt, aber es ist natürlich auch neuer Kram hinzugekommen, den man aus Sentimentalität gerne mit nach Deutschland nehmen würde. Ein oder zwei Pakete werden unvermeidlich sein. Das Paket nach Südafrika hatte Pi mal Daumen 130 € gekostet und war damit noch verschmerzbar, gemessen an seinem prallen Gewicht von 30 Kilogramm. Mit etwa demselben Preis hatte ich auch für die Rückreise gerechnet. Recht naiv. Daher ein kleiner Auszug aus meinem Besuch bei der vertrauten DHL gestern.

Die DHL sitzt am anderen Ende der Stadt in einem winzig kleinen Gewerbegebiet und es gibt eine einzige Angestellte, die sich mit dem Versand von Einschreiben, Päckchen und Paketen in die Welt beschäftigt. Dementsprechend lang wartet man. Wenn wie gestern nur eine Person vor einem steht, kann man schon tief durchatmen. Das heißt man muss im Höchstfall so fünfzehn, zwanzig Minuten warten. Selbst wenn man nur eine Auskunft möchte, denn die Preislisten sind nirgends im Internet zu finden. Ich verbringe die Wartezeit damit, mir die Unternehmensgeschichte von DHL durchzulesen und bin ganz optimistisch. Mensch, die liefern ja echt überall hin. Die müssen wissen, was sie tun. Also trage ich meine Frage vor: ein Paket, dreißig Kilo, nach Deutschland. Die Dame wird etwas unruhig. Mit solchen Anfragen wird sie nicht häufig belegt. Sie kramt Listen aus dem Schrank und blättert wild darin herum. Dann kommt ein Taschenrechner ins Spiel (was noch gar nichts heißt- ich hab hier schon Leute 4+7 in den Taschenrechner eingeben sehen) und es wird weiter wild vor uns zurückgeblättert. Der Taschenrechner läuft heißt. Und dann kommt eine Antwort: „Ich kann das jetzt nicht auf den Rand genau sagen, nur einen Richtwert, der aber wahrscheinlich noch höher wird, wenn wir de Maße des Pakets kennen.“ Okay, raus damit. „Das wären dann 12 000 Rand.“ Es wird still im Raum, denn ich rechne mal eben in Euro um. Moment, kann das sein. 750 Euro? Für ein Paket? Ich frage noch einmal nach. Ja, sagt sie. International ist halt teuer. Für mich bleibt die Zeit kurz stehen. Denn ich bin in meinem Kopf und überlege mir, was ich mit dem Geld machen könnte. Ich könnte damit beispielsweise ein Flugticket nach Deutschland und zurückkaufen und mein Paket quasi begleiten, um sicher zustellen, dass es schnell und unversehrt in Deutschland ankommt. Dabei hätte ich am Ende sogar noch Geld über. Oder ich könnte meine ganzen Klamotten einfach verschenken und das Geld nehmen, um mich in Deutschland neu einzudecken. Sind ja eh fast nur Sommerklamotten, die ich hier habe. Wie oft werde ich die in Deutschland schon brauchen? Beim Gedanken daran, dass ich ursprünglich mit zwei Paketen gerechnet habe, wird mir anders und ich fange gedanklich an auszusortieren: Bücher, Geschirr, Souvenirs. An der Stelle muss ich sagen, dass die Pakete vom Arbeitgeber meines Mannes bezahlt würden. Bis zu hundert Kilo pro Person. Das wären dann 4.500,00 €. Für ein paar Pakete voller abgetragener Kleidung, Sentimentalitäten und Souvenirs. Das muss doch ein Witz sein. Da wäre der Welt doch mehr geholfen, wenn ich den Kram hier spende und ich die Hälfte, ach was sag ich, ein Viertel des Geldes nehme, um mir die drei Hosen und vier Pullover neu zu kaufen. Aber das geht natürlich aus Abrechnungsgründen nicht. „Wollen Sie das Paket jetzt versenden?“ weckt mich die Dame hinter dem Tresen auf. Nein, danke.

Wie man sieht: Die Vorbereitungen laufen. Schlecht.

Natures Valley – Hiking heaven

path

(english version below)

Der Tsitsikamma Nationalpark ist bekannt für seine schroffen Felsen und das wilde Meer. Täglich stürmen hunderte Touristen in den Park, um an der Küste zu sitzen und dabei zuzusehen, wie Wassertonnen gegen schwarze Felsen rauschen und dann meterweit in die Höhe spritzen. Die Stärke und Unberechenbarkeit der Natur wird einem hier deutlich und man fühlt sich ein bisschen klein. Jedenfalls geht es mir so, immer wenn ich die Weite dieses Meeres oder die Tiefe des Alls sehe. Beides ist für mich in etwa gleich surreal und ungreifbar. Beides wirkt so lebensfeindlich. Steht man auf einer der Hängebrücken in Tsitsikamma, ist man umringt von schwarzen Felsen, die scharfkantig in die Höhe ragen. Auch der Boden in Küstennähe ist übersät davon. Am Meeresboden hingegen liegen kiloschwere, kugelrunde Steine die laut herumgrollen, wenn Wellen über sie hinüber schießen. Die Wellen sind so gewaltig, dass Schwimmen hier lebensgefährlich ist. Dennoch kann man von den Brücken verschiedene Fische, Rochen und manchmal sogar Haie beobachten, die in den Tiefen tollen, als wäre es der Himmel auf Erden. Kurzum, allein das Meer hier ist faszinierend. Es gibt daher auch ein paar Wanderwege, die entlang der Küste gehen und den Blick entweder auf einen Wasserfall freigeben, oder auf die Berge hinaus führen, von denen man meilenweit in den Horizont starren kann. Das alles klingt wunderschön und ist es auch. Allerdings ist es mit hunderten Touristen um einen herum weniger gemütlich. Daher haben wir uns in eine Ecke verkrümelt, die auch noch Bestandteil des Parks ist, in die sich aber nur in Ausnahmefällen ein Tourist verkrümelt.

Diese kleine Ecke heißt Nature‘s Valley und liegt etwa 20 Autominuten vom Tsitsikamma Parkeingang entfernt. 50 kleine Häuschen, ein Restaurant und ein kleiner Shop liegen hier gemütlich an der Mündung des Groot Rivers. Es ist die Endstation vom Ottertrail, der 44 Kilometer entfernt beginnt und der den Ruf hat einer der schönsten Wanderwege der Welt zu sein. Sein Ruf führt allerdings dazu, dass er bereits Monate vorher ausgebucht ist. Denn da er entlang der Küste geht, an der keine Straße weit und breit zu sehen ist, und da er über fünf Tage gewandert werden soll, sind die paar Häuschen, die auf der Strecke zu finden sind, heiß begehrte Unterkünfte. Für diejenigen aber, die entweder zu spät mit der Planung dieser Wandertour begonnen haben, oder die einfach nur einen Tagesausflug suchen, hat Nature‘s Valley mehrere Wanderwege zu bieten, die sich ebenfalls nicht zu verstecken brauchen. Diese sind zwischen 4,8 und 17 Kilometer lang und geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene. Mein Mann und ich hatten großes Glück mit dem Wetter, da es zwar warm, aber nicht allzu heiß war, sodass wir drei der Touren erlaufen sind: Den Groot River Trail, den Kalanderkloof Trail und den Salt River Mouth Trail. Zwar fassen die insgesamt eine Länge von 20 Kilometern, aber das war ganz gut in 5-6 Stunden zu machen. Besonders gefallen hat mit der Salt River Mouth Trail, von dem ich euch ein paar Fotos mitgebracht habe. Einzig und allein vom Farmer, der seine Schafe am Stand spazieren geführt hat, habe ich keine Bilder machen können. Ich war damit beschäftigt meine Hände in ihrem flauschigen Fell zu vergraben.

The Tsitsikamma Nationalpark is known for its rough cliffs and wild sea. Hundreds of tourists are visiting this place every day, just to sit along the coast and to watch the tons of water rushing against the black cliffs and then spilling in the air. It´s not hard to be reminded of the nature’s strength and unpredictability. Whenever I come here, I feel a little small seeing the width of this sea. It’s like watching the stars and the universe. Both has something surreal and untouchable. Both seems to be hostile to life. If you stand on one of those suspension bridges in Tsitsikamma you are surrounded by black sharp-edged cliffs soaring into the sky. The ground along the coast is covered with them. The bottom of the sea on the contrary is covered with huge and heavy tubby stones that move loudly when the waves crush above them. The waves are so strong, that it is too dangerous to swim here. However, you can see hundreds of fish, rays and even sharks swimming below you, acting as if there is no better place to be. In a nutshell – this sea is fascinating. Additionally, there are some hiking paths along the coast that either lead you to a waterfall or up the hills to a viewpoint, where you are able to stare at the horizon that is miles away. That sounds amazing and it is. But with hundreds of tourists surrounding you, it is the opposite of cozy. That’s why my husband and I slipped off to a place that still is a part of the Nationalpark but where tourists are rarely seen.

This place is called Nature’s Valley and situated at the sea around 20 driving minutes from the National parks official entrance. About 50 small houses, a restaurant and a small shop boarder the lagoon of the Groot River. It is the final destination of the Otter trail, that starts 44 kilometers far off and which is supposed to be one of the most beautiful hiking tracks in the world. Due to its reputation however, the accommodations along the path are fully booked even months ahead. Since the track leads along the coast, without any street close-by, the few accommodations along the way are highly coveted. For those who either forgot to plan ahead or who only want to hike for a day, Nature’s Valley has some tracks to offer that are as beautiful. They are between 4.8 and 17 kilometers long and cover everything for beginner to advanced hikers. My husband and I were very lucky – the weather was warm but not to hot, so we could three of the offered hikes: The Groot River Trail, the Kalanderkloof Trail, and the Sal River Trail. Even though this amounted a distance of 20 kilometers, it was easily achievable in 5 to 6 hours. I liked especially the Salt River hike from which I want to show you some pictures. The farmer, who took out two of his sheep to see the sea, is the only one I have no pictures from at all. I was occupied burying my hand in their soft fur.

A weekend in the Mountain Zebra Nationalpark – Part II

hiking

(english version below)

Letztes Jahr im Dezember haben mein Mann und ich zwei Tage im Mountain Zebra Nationalpark verbracht. Wir waren mit einem Camper unterwegs in die Drakensberge und hatten uns für einen Zwischenstopp bei Craddock entschieden. Der Mountain Zebra Nationalpark bot sich dafür perfekt an und da wir sogar noch recht kurzfristig einen Campingplatz im Park bekommen hatten, war die Entscheidung eh schon gefallen. Womit wir damals nicht gerechnet hatten, war die Hitzewelle, die im Dezember über das Land schwallt. Hätte man sich zwar denken können, aber da wird in PE immer ein laues Lüftchen wehen haben, waren wir von den Temperaturen bei der Ankunft im Park geplättet. Anstatt gleich eine Tour durch den Park zu machen und nach allerhand Tieren Ausschau zu halten, sind wir kaum vom Campingplatz weggekommen. Es waren bald 35 Grad und kaum Schatten zur Verfügung. Die Luft stand und bei jeder Bewegung ist einem der Schweiß die Beine entlang gelaufen. An eine Tour in einem Wagen ohne Klimaanlage war daher nicht zu denken. Nur an Wasser, Eis und so wenig körperliche Aktivität wie möglich. Erst am nächsten Tag in den frühen Morgenstunden versuchten wir unser Glück. Aber da die Temperaturen bereits nach Sonnenaufgang die 20 Grad weit hinter sich gelassen haben, hatten wir im ganzen Park außer ein paar Löwenohren, die gerade im tiefen Gras verschwunden sind nichts gesehen. Keinen Vogel, keine Zebras, keine Antilopen und an weitere Großkatzen war schon gar nicht zu denken. Kurzum, ich war recht enttäuscht von unserem ersten Besuch dort und hatte nicht damit gerechnet noch einmal dort aufzuschlagen.

Warum haben wir uns dann dennoch entschieden einen erneuten Versuch zu wagen? Vor ein paar Wochen haben wir ein Pärchen bei einer Vogelbeobachtung getroffen, die das ganze Jahr über durchs Land reisen, um die besten Vogelsichtungen zu erhaschen. Ihrer Meinung nach sei der Mountain Zebra Nationalpark einer der besten Orte dafür. Nun gut. Das war im August. Schlaue Füchse wie wir nun sind haben wie diesmal das Wetter gecheckt und festgestellt, dass die Temperaturen im August tagsüber zwar warm sein können, mit hoher Sicherheit in der Nacht aber unter die zweistelligen Temperaturen sinken. Nun kann jeder denken was er will, aber in einem Land, das von Heizungen nur entfernt gehört hat und das auch von dichten Fenstern wenig hält, bekommt mich keiner in eine Unterkunft, in der ich nachts bibbernd unter einer leichten Sommerdecke liege und an nichts anderes denken kann, als an meine kalten Füße. Lieber warte ich noch bis zum Oktober. Wie sich herausgestellt hat, war das die beste Entscheidung schlechthin.

Das Wetter hat uns tagsüber mit leichten 25 Grad belohnt und die Temperaturen sind in der Nacht auch zweistellig geblieben. Wie ich erst vor Ort festgestellt habe, wären kühlere Nachttemperaturen gar nicht so schlimm gewesen, da die Unterkünfte im Park über einen offenen Kamin verfügen. Wer also an Feuerholz und Streichhölzer denkt, ist dort gut versorgt. Wer wie wir nicht daran denkt, sollte das nötige Kleingeld dabei haben, um beides im Shop des Parks zu erwerben. Ich gebe zu, dass wir es wahrscheinlich gar nicht benötigt hätten, aber ich liebe offene Kamine, das Knacken des Holzes und die heiße Luft auf den Armen einfach zu sehr, um nicht jede sich bietende Möglichkeit zu nutzen. Außerdem wurde es so auch schön mummelig im Schlafzimmer, da der Abzug vom Kamin klugerweise so gelegt wurde, dass er dort heizt. Ich war begeistert. Keine kalten Füße! Im Übrigen sind die Unterkünfte auch ok. Wer bereits in den Nationalparks genächtigt hat, weiß, dass die Häuschen in der Regel nicht vor Luxus strotzen, aber zumindest sauber und funktional sind. Das sollte jedem auch reichen, zumal man ja eh im Park ist, um Tiere zu sehen und nicht um den ganzen Tag auf der Couch abzuhängen. Das Einzige was mir gefehlt hat (ja, der Tourist hat immer was auszusetzen…) wäre ein Sonnenschutz auf der Terrasse gewesen, um den Blick von dort auf die Berge zu genießen. Wie es ausschaut, war ein solcher auch mal geplant – immerhin sind Holzstreben angebracht, die ein Sonnensegel oder auch eine Betonplatte locker halten könnten. Zum Glück haben wir immer eine extra Decke dabei, die kurzum zum Schattenspender umfunktioniert hat.

Nun aber zum Park an sich. Bei unserem ersten Besuch hatte ich keine Augen für die unglaubliche Schönheit dieser kargen und felsigen Landschaft. Man möchte kaum glauben, dass hier Hunderte von Tieren problemlos überleben können, ohne von Durst oder Hunger betroffen zu sein. Wenn man den Blick in die Ferne wirft, sieht man nichts, was das versprechen könnte: Kilometerweit schlängelt sich eine Straße durch eine trockene Landschaft, aus der hier und da mal ein paar Äste aus dem Boden ragen, die allerdings statt saftiger Blätter spitze Dornen tragen. Was die Landschaft charakterisiert sind die Berge und die flirrende Luft in der Ferne und die kniehohen hellbraunen Gräser, die sich wie eine wollige Decke über einen Boden aus Stein und rissiger Erde legen. Allein für diesen Anblick lohnt sich eigentlich schon ein Besuch. Dafür, und für die Erkenntnis mit, wie wenig die Natur auskommen kann. Denn fährt man die Straßen entlang entdeckt man Leben überall: Vögel trillern in den Ästen am Straßenrand oder picken in ganzen Schwärmen wer weiß was aus den Bodenritzen; Agamen sonnen sich auf den Felsen, Antilopen ziehen durch die Graslandschaft und die Zebras wälzen sich im trockenen Staub. Sicher, wir haben keine Großkatzen gesehen, aber dieses Mal war mir das völlig egal, da die Zebras für mich die Stars waren. Die Mountain Zebras am Cape sind die kleinsten Zebras, die es gibt. Ihre Ohren wirken für mich daher noch größer als so schon. Sie haben keine Schattenstreifen und einen schönen weißen Bauch. Noch dazu sind sie sehr fotogen. Ihre hellbraune Nasenspitze wirkt immer so, als würde die Sonne gerade darauf scheinen. Ich habe sie stundenlang beobachtet.

Frühaufsteher können im Park an einigen Aktivitäten teilnehmen. Ab fünf Uhr in der früh starten Wanderungen im Park, die einem Begegnungen mit kleinen und großen Tieren versprechen. Auch wer Höhlenmalereien sehen möchte, wird hier glücklich. Und natürlich gibt es auch Gamedrives für kleine Gruppen. Wir hätten gerne an einer Wanderung teilgenommen, wurden aber darauf hingewiesen, dass es nur einen Guide gibt. Wenn man daher ehrlich ist, ist das Angebot nicht so vielseitig, wie es auf der Internetseite wirkt. Für unsere Wanderung gab es daher keine Chance, da der Großteil der Parkgäste lieber in einem Wagen zu einem Geparden gefahren werden wollte, um dann mit diesem Fotos zu schießen. Nicht meins. Wir haben uns daher mit einer kleinen Wanderung von 4 Kilometern in der Nähe der Wohngebäude begnügt, die man prima auch ohne Guide vornehmen kann.

Die Abende im Park sind auch besonders schön. Wenn man sich nicht gerade eine Tasse Tee vor dem Kamin gönnt, kann man nach draußen gehen und die klare Nacht genießen. Da kaum städtische Besiedlung in der Gegend anzutreffen ist, wird der Nachthimmel nicht von Licht verschmutzt und man kann Tausende von Sternen über sich glitzern sehen. Wer ein Fernglas hat, sollte dieses unbedingt dabei haben und einen Blick in das All wagen.

Ach ja – die Vogelsichtungen waren wirklich prima. Mittlerweile bin ich bei 135 gezählten verschiedenen Arten.

 

Last year in December my husband and I spent two days in the Mountain Zebra Nationalpark. We were on holidays with a rented camper and were heading to the Drakensberg mountains. So we decided to have a break halfway and spend some time near Craddock. Since the park is close by and we were lucky enough get a campsite there it was decided. What we didn’t expect back then was the heatwave rolling over the country in December. Sure, we could have known that but since the wind always blows in PE we were flabbergasted by the heat when we arrived. Instead of going on a tour through the park and watch for game we weren’t even able to leave the campsite. It was 35 degrees without any tree that would provide shade anywhere. Due to the absence wind the sweat was running down our bodies the moment we moved. So we weren’t up to a drive in a car without any air condition. The only things we could think of were water, ice cream and resting. Only in the next morning we tried our luck by starting early for a game drive. But since the temperatures were rising far beyond 20 degrees already after sunset we weren’t lucky. We only saw some lion’s ears ducking down in the grass but other than that nothing. No bird, no zebra, no antelope and definitely no other big cats. In a nutshell: I was quite disappointed and not thinking that I will one day come back.

Why did we do it anyway? A few weeks ago we meet a lovely couple at a birding site. They were traveling though the country all over the year to get the best bird sightings. In their opinion the Mountain Zebra National park is one of best spots. Okay. But this was in August. Since we learned our lesson we checked the weather this time only to realize that it can be warm during the days in August but that the temperatures during the night will fall below a two digit number. Everybody can think what he wants, but I am not made for a cold night in a house without any heating, with windows that are not airtight and a blanket that is only helpful during summer nights. I won’t be able to think of anything else but my cold feet. So I rather wait until October. As it turns out, that was a wise decision.

During the day the temperatures blessed us with 25 degrees and they stayed over ten degrees even during the night. As it turned out, a colder night wouldn’t have been any harm since open fire places are built in every house in the park. Therefore, everybody who thinks of fire wood and some matches will be happy in the park. Those who, like us, forgot those can buy them in a tiny shop. To be honest, we wouldn’t have needed a fire but I love open fire places, the cracking sound of the fire wood and the hot air on my arms and therefore I wouldn’t miss an opportunity to use the fireplace. Additionally, it heated the bedroom thanks to a clever design: the air escape was built in the wall between both rooms. I was psyched! No cold feet! Apart from the houses were nice. Who has spent some night in the National parks before knows that accommodation does not offer any luxury but that the houses are clean and functional. That should be enough. Ultimately, you are there to see the animals anyway and not to spend the day on the couch. I missed only one thing (yes, the tourist always finds something to complain about.) and that was a sunroof over the patio to be able to sit there and enjoy the view of the mountains. It looks like something like that was planned when the houses where build because there is a wooden construction, strong enough to hold a board made of concrete. Luckily, we always have an additional blanket with us that was converted into a sunroof for two days.

But let’s get to the park itself. During our first visit I didn’t have an eye for the beauty of this sparse and rocky landscape. It’s hard to believe that this is home for hundreds of animals and none of them have to fear thirst or hunger. If you stare in to the distance you don’t see anything that could prove that: there is a street zigzagging through the dry landscape. Only a few branches are growing. But instead of fresh green leaves they are covered with thorns. The area is shaped by the mountains and the shimmering air in the far and the knee-high brown grass that looks like a woolen blanket covering the ground of rocks and cracked earth. This alone is worth a visit. This and the realization that nature sometimes needs so little. Because once you drive through the park you see live everywhere: Birds are singing in the trees along the roads or are in a swarm on the ground picking god knows what out of the cracks, little dragon lizards are sunbathing on the rocks, antelopes are wandering through the grass and zebras are rolling in the dry dust. Sure, we haven’t seen any big cats but this time that was no problem at all. The zebras were the stars. The Mountain Zebras of the Cape are the smallest zebra species in the world. For me the ears look even bigger. They don’t have any shadow stripes and nice white bellies. Additionally, they are photogenic. The golden tip of their noses always looks like the sun is shining on them. I watched them for hours.

Early birds can book quite some activities in the park. At five in the morning you can start hikes that provide a new perspective on small and big. Another hike takes you to cave paintings. And, of course, there are game drives. We would have liked to go on one of their guided hikes but we were told that they only employ one guide. So what seems like a huge offer on acclivities turned out as a promise that can not be fulfilled? Hence, there was no chance for our hike since most of the guests wanted to go on a cheetah tracking. For this ’activity’ the guide drives you to some cheetahs in the park. There you can step out of the car and take pictures of the cat from up close. Not my cup of tea. That’s why we decided for a small 4 km unguided hike within the park close by the housings.

The evenings are also very nice. If you are not sitting with a cup of tea in front of the fireplace have a look outside. Since there is nearly no settlement in the area the nights are not polluted by light and you are able to see thousands of shining stars. So don’t forget the binoculars and have a look into the space.

By the way the birding is really excellent here. So far I am at 135 different species I have seen in this country.