Oven mittens

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My husband is in charge for baking and so I decided that it is time for some new oven gloves. Since I fell in love with those frog mittens it had to be them! But everybody is telling me now that they look more like geckos. One of them needed an eyepatch since I had no wool left for the fourth eye, but I think he will be fine with it.
The instruction is very easy and it is a very quick project. For the arms I followed schnuddels instructions – I just love what she did! Therefore thanks again for sharing!

Things to do in Port Elizabeth No. 11: Hike in the Groendal Nature Reserve

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(english version below)

Nur durch Zufall habe ich von dem Naturreservat im Nordwesten der Stadt gelesen. Es gibt keine große Werbung für das Gebiet, geschweige denn Flyer oder Wegbeschreibungen. Da uns aber das Wanderfieber gepackt hat, haben wir entschieden, es auf einen Versuch ankommen zu lassen. Die Anfahrt führt an verschiedenen Townships vorbei, sodass man auf dem Weg den ein oder anderen Eselkarren kreuzt oder auch Esel am Straßenrand stehen sieht, die vor lauter Hunger alte Plakate von den Wänden knabbern. Irgendwann erreicht man das Ende einer Straße, die in keine Richtung weiter zu gehen scheint. An allen Seiten stapeln sich Müllberge, alte Plastikmöbel und Elektrogeräte. Das GPS sagt uns aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind und nur noch ein paar Kilometer vor uns haben. Während wir noch rätseln, was es damit meinen könnte, kommt uns zwischen den Müllbeuteln ein Pickup entgegen und zeigt uns damit den Weg, den ich sonst als solchen wohl nicht wahrgenommen hätte. Zehn Minuten später erreichen wir das wirkliche Ende der Straße und fahren in einen kleinen Parkplatz ein. In einer Holzhütte warten zwei Ranger, die Wanderkarten für 70 Cent verkaufen und die Richtung weisen. Eigentlich sei es ganz einfach, immer dem Weg folgen, bis man am Monument ankommt und dann den Waldweg entlang, sagen sie. Wir sind trotz Karte schon nach zehn Minuten verloren, als wir an einer Weggabelung ankommen und vergebens nach dem Wanderwegzeichen suchen. Ein Weg erinnert an ein ausgetrocknetes Flussbett, der andere an einen Feldweg. Wir laufen beide Wege für einen Kilometer an und finden noch immer kein Zeichen, weswegen wir uns auf den Rückweg machen, um erneut nach dem Weg zu fragen. Unsere Verwirrung stößt auf Verwirrung seitens der Ranger. Wie kann man sich hier nicht zurechtfinden. Es gibt doch nur einen Weg. Das andere ist die Straße für den Jeep. Aha, das Flussbett ist also der Weg. Wir nehmen es erneut in Angriff und finden nach zwei Kilometern bergauf in praller Sonne auch das Monument, das Ausgangspunkt für zwei verschiedene Wanderwege ist. Einer ist ein Tagesmarsch von 16 Kilometern, der andere eine zweitägige Tour über 32 Kilometer und wir entscheiden uns für Ersteres. Es ist verdammt heiß und der Weg führt zunächst durch den Wald und dann entlang eines kleinen Flusses. Das Schönste ist, dass der man acht natürliche Pools passiert, in denen man sich abkühlen kann, was ich auch gern getan habe. Das Wasser ist glasklar und kalt, voller kleiner Fische und glitschiger Steine und unglaublich erfrischend. An ausgezeichneten Stellen gibt es sogar Trinkwasserqualität. Man kreuzt mehr Tiere als Menschen. Besonders einladend ist daher das Angebot, dass man bei Voranmeldung auch hier campen darf. Ich überlege ernsthaft, das in Anspruch zu nehmen.

 

english version:

It was only by accident that I found out about this nature reserve in the northwest of the city. There is neither any advertisement for this area nor handouts or directions. But since we started to like hiking we thought we should just give it a try. While driving there you pass different townships and might be able to see some donkey carts or even one of those hungry donkeys that try to eat old posters from the walls. At one point the street seemed to be at end, since we could only see trash, old plastic furniture, and electric equipment. But our GPS told us that we are right and need only to go a few more kilometers. While we are trying to figure out where to go a pickup drove between some of those old trash bags and therefore showed us the way, that I would not have recognized as such. Ten minutes later we arrive at a small parking space. Two rangers in a cabin sell maps of trails for ten rand and give directions. They say that it is very easy to find. Just follow the path until you reach the monument and then take the path through the forest. Despite our map we are lost after ten minutes when we reach a parting of ways and don´t find any sign. One path looks more like a dried out river bed, the other like a dirt road. We walk both for at least on kilometer and still don´t find any signs. So we decided to walk back to ask again. Our confusion creates confusion on the part of the rangers, since there is only one walking track. The other one is the road. Oh. Okay, so the river bed it is. We start again and reach the monument after two kilometers in the blazing sun. There to different paths start. One is over 16 kilometers and the other one over 32 kilometers. We decide for the first one. It is very hot and the path goes through a forest and later along a little river. The most beautiful thing is that you pass eight natural pools there, where you are allowed to swim and cool off. I did not hesitate to do so. The water is cool and crystal clear, full of small fishes and slippery stones. There are even some spots where it has drinking water quality. You see more animals than people here. The offer to camp here is therefore very inviting and I think about accepting it.

Out-takes

Lustiges, Nerviges, Schreckliches und Schräges aus der Alltagskiste:

  1. Unser Balkon war seit unserem Einzug mit Betonmöbeln ausgestattet. Das schloss zwei Bänke und einen riesigen Tisch ein, die gut ein Drittel unseres Balkons in Anspruch nahmen, von uns aber zu keiner Zeit genutzt wurden. Warum? Zunächst sehen diese wuchtigen Möbel nicht nur extrem hässlich aus, sie sind auch mega unbequem und jeder leichte Stoß führt zu tiefseeblauen Flecken. Darüber hinaus zogen sich bereits tiefe Risse durch die Oberflächen, sodass wir den Eigentümer baten, die Möbel auszutauschen oder, noch besser, einfach zu beseitigen. Zehn Monate und viele Gespräche später (“Die Möbel sind noch gut.” “Nein sind sie nicht”…) stehen drei Ironmans auf dem Balkon, mit dem Auftrag besagte Möbel in den Pickup zu hieven und zu entsorgen. Anfängliche Zweifel, ob die Platten überhaupt gehoben werden können, lösen sich nach dem ersten Versuch wortwörtlich in Staub auf. Die Platte zerbricht und hinterlässt tausend Kleinteile, die wir letztlich nur noch zusammenfegen können. Bin ich froh, dass sich da nie jemand drauf gesetzt hat.
  2. Der Sommer bedeutet hier: wenig Regen und viel Wind. Unsere Gegend ist staubtrocken und die Dämme sind so leer, dass es Wasserbeschränkungen für jeden Haushalt gibt. Wer mehr als 250 Liter am Tag verbraucht, muss Strafe zahlen. Wie sich die Umstände auswirken können, sah ich am Dienstag auf meinem Weg zum Fitnessstudio. Eine unglaublich große Rauchwolke stand über der Stadt und der Qualm zog kilometerweit. Ein Haus fing Feuer und verbreitete sich aufgrund der starken Windgeschwindigkeiten  im ganzen Viertel. Über Stunden versuchten Feuerwehr und Anwohner dem ganzen mit Wassereimern und Gartenschläuchen Einhalt zu gebieten. Jetzt ist es zwar gelöscht, aber die Stadt sah am nächsten Tag so aus. Glücklicherweise sind wir soweit davon entfernt, dass unsere größte Sorge nur die ist, ob unsere Wäsche nach Rauch riecht oder nicht.
  3. Starker Winde bedeutet auch: große Wellen. Was eine große Freude für alle Surfer ist, ist anstrengend für Pinguine. Gerade jetzt, wo besonders viele Jungtiere unterwegs sind, die den Wassergewalten noch nicht gewachsen sind, finden wir daher mehr gestrandete Tiere als zu jeder anderen Jahreszeit.
  4. Die Verpackungswut ist manchmal frustrierend – sei es hier oder in Deutschland oder sonst wo auf der Welt. Dieser Blaubeerensnack für Kinder hat es für mich aber auf die Spitze getrieben…
  5. Ich hatte zur Weihnachtszeit ein großes Tamtam erwartet. Während in Deutschland schon im September die ersten Lebkuchen im Regal stehen, merkt man hier selbst im Dezember kaum, dass bald Weihnachten ist. Es gibt weder Adventskalender, noch Weihnachtsgebäck. Im Supermarkt ist gerade mal ein halber Regalmeter mit Lichterkerzen und Weihnachtskugeln gefüllt. Weihnachtslieder werden nirgends gespielt und auch die Werbung hält sich in geschmackvollen Grenzen. Wenn man die Leute fragt, was für sie hier das Besondere an Weihnacht ist, bekommt man nur zur Antwort, dass endlich Sommerferien sind und alle an den Strand können. Daher sind wohl auch mehr Regalmeter für Badehosen, Strandspielzeug und aufblasbare Wasserbälle frei gemacht. Nur meine Ärztin, deren Vater Deutscher ist, erzählte mir, dass bei Ihnen zu Hause noch alles streng nach deutscher Tradition stattfinde. Das heißt: festliche Kleidung, Kerzenlicht, Feuer im Kamin und Festtagsbraten. Und das bei über dreißig Grad im Schatten. Schönen Dank. Selbst Santa Claus macht das nicht mit.

Things to do in Port Elizabeth No. 10: visit the Lion Park

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(english version below)

Obwohl es sie in den großen Wildparks geben soll, habe ich noch keiner der Großkatzen gesehen. Keine Löwen, keine Leoparden und auch keine Geparden. Daher bekam ich mehrfach den Hinweis doch einmal in den Löwenpark der Stadt zu fahren. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, nachdem mir erzählt, wurde das man da auch kleine Löwenbabys streicheln könne. Assoziationen von engen Käfigen und missachteten Tierrechten machten sich breit und versperrten mir daher in den ersten paar Monaten den Weg. Da die Begeisterung um diesen Park um mich herum keinen Abbruch nahm, habe ich mich ein bisschen eingelesen und entschieden, es auf einen Besuch ankommen zu lassen. Der Park ist am Rande der Stadt gelegen und lässt sich mit dem Auto durchfahren. Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten bewegen sich frei durch den Park und sind derart an Autos gewöhnt, dass sie ein herannahendes Fahrzeug nicht mehr überrascht. Stattdessen grasen sie weiter in aller Seelenruhe am Straßenrand und versperren einem gerne den Weg. Die Großkatzen sind in einem separaten Teil untergebracht, den man zu Fuß begehen kann. Das Gebiet ist als Schutzgebiet entstanden und wird auch zur Zucht der Großkatzen genutzt. Zu meiner Überraschung kann man neben Löwen auch Tiger und sogar weiße Tiger sehen. Wie die ihren Weg nach Südafrika gefunden haben, konnte mir niemand erklären. Immerhin sind ihre Gehege im Vergleich zu deutschen Tierparks relativ groß, für Großkatzen aber immer noch recht klein. Im Zentrum des Katzengeländes ist eine Picknickwiese, auf der selbst Grills fest installiert sind, sodass man mit einem Steak auf dem Teller den Löwen beim Verschlingen ihres Mittagsmahls zuschauen kann. Neben dem Katzengelände gibt es noch eine Art kleinen Bauernhof. Oder besser gesagt, es gab ihn wohl einmal. Das Gelände ist noch begehbar, besteht aber eigentlich nur aus leeren Käfigen und ein paar freilaufenden Hühnern und Schweinen. Alles in allem kann man sich das Ganze wohl mal anschauen, wenn man unbedingt Löwen sehen muss, aber warum alle so begeistert sind, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ach ja – Löwenbabys kann man nicht mehr streicheln. Immerhin.

english version:

I have not seen any of big cats even though all the big wild parks are supposed to have some. But no lions, no leopards, and no cheetahs up to now. That is why many people told me to go and visit the predator park in P.E. My enthusiasm wasn´t that big after I heard that you could cuddle with little lion babies there. I associated tiny cages and ignored animal rights with that and so I did not go there for the first months. But since people kept telling me that I just have to see this I did a little research and decided to give it a shot. The park is situated in one of the suburbs, where you are able to have a nice view over the sea. You can drive through it via car. Giraffes, zebras and antelopes walk through the park and are adjusted to the cars. While you drive there, they eat calmly at the roadside or will stand at the street so that you just have to wait until they decided to pass. The big cats are in a separate part of the park, where you have to walk. The park was built as a sanctuary for the cats and there is also a breeding program. To my surprise you can not only see lions there but also tigers and even Siberian tigers. Nobody was able to explain to me how they did find their way to South Africa. After all the cages here are bigger than the one you see in German zoos, but in my opinion they are still too small for those big cats. In the center of the cat area there is also a picnic area with installed braai opportunities so that you can watch lions while you eat your steak. Besides the area for the cats they also have a small farm area. Or there was one once. You still can visit that area but there is nothing but empty cages and some chickens and pigs that run around. Altogether you can visit the predator park if you want to see lions desperately but I can not see why the people here make such a fuss out of it. Ah- and you cannot pet the lion babies anymore. At least something good.