Happy Halloween!

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Things to do in Port Elizabeth No. 7: drive the scenic route to Sardinia Bay

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(english version below)

Sardinia Bay soll einen der beeindruckendsten Strände in der Gegend sein. Allerdings haben wir es bisher noch nicht bis dorthin geschafft, denn der Weg dorthin ist für sich schon sehenswert. Die Küste ist relativ rau, voller Steine und Felsen in dessen Ritzen sich wunderbare Meeresschätze finden lassen. Das Wasser ist klar und die Luft voller Salz. Gemütliche Strandspaziergänge kann man hier nicht haben – es gibt quasi keine Wege, sondern nur ein paar Pfade, die vom Straßenrand direkt an den Strand führen und in der Gischt enden. Aber mit festem Schuhwerk ist es kein Problem auch ein paar Kilometer der Küste entlang über Stock und Stein zu klettern. Es lohnt sich in jedem Fall – wenn man mich fragt, ändert sich der Blick aufs Meer alle paar Meter. Daher haben wir unsere mitgebrachte Vesper dann auch lieber auf einem der Felsen mit Blick Richtung Südpol verschlungen, als uns weiter nach Sardinia Bay zu machen.

english version:

Sardinia Bay is supposed to be one of the most impressive beaches in the area. But until now we haven´t made it there, because the way to Sardinia Bay is beautiful itself. The coast is rough, full of stones and rocks surrounded by beautiful shells and other treasures of the sea. The water is clear and the air filled with salt. Cozy beach walks are not really possible since there are no pathways but only a few trails that start at the street and lead directly to the beach and end within the spray. But with sturdy shoes it is no problem to walk a few kilometers along the coast across the rocks. And it is worth it – if you ask me, the view is changing every few meters. So we decided to eat our lunch there on top of one of the rocks, looking in the direction of the south pole, instead of going to Sardinia Bay.

Things to do in Port Elizabeth No. 6: go to the movies

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(english version below)

Ich gehe unheimlich gern ins Kino, habe mir das in Deutschland aber immer für eher besondere Anlässe oder sehr verregnete Wochenenden aufgehoben. Einerseits weil es immer ein recht teures Vergnügen war, andererseits weil es oft bis oben hin voll gepackt war und ich fast immer das Glück hatte, denjenigen vor mir sitzen zu haben der sich die Tachos mit Käsesoße gönnt. Hier allerdings sind die Kinosäle immer gähnend leer. Meistens sitzt außer uns nur ein weiteres Paar ein paar Reihen vor uns. Am vollsten war es in einem Kinderfilm, als vielleicht 30 Leute anwesend waren. Warum das so ist? “Wir Südafrikaner ziehen lieber illegal und sitzen zu Hause, als dafür in eine Mall zu fahren.” wird mir erzählt. Schade eigentlich, denn die Kinos hier sind wirklich recht nett und die Preise machen es möglich, mehr als einen Film im Monat zu schauen. Noch dazu gibt es keine Käsesoßen in der Snackecke, dafür aber prima salziges Popcorn und als Geschenk fast immer eine Tüte M&Ms dazu.

 

english version:

I really like to go tot he movies, but back in Germany I only did that for special occasions or on really rainy weekends. On the one hand it was always a bit expensive and on the other hand there was always this one guy sitting in front of me, eating tacos with cheese. But here in South Africa the cinemas are quite empty most of the time. Usually, there is only one other couple sitting in the hall. The most crowded show has been a children’s movie when there were about 30 people watching the movie. Why is that? “We South Africans prefer to download illegally and watch at home instead of going to a mall” someone tells me. To bad. The cinemas here are really nice and thanks to the low prices it is possible to go to the cinema more than just once a month. In addition: there is no cheese sauce available at the snack shop but really yummy salty popcorn that comes with a small package of M&Ms quite often.

Things to do in Port Elizabeth No. 5: hike in the van Staden Nature Reserve

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(english version below)

Endlich hat sich der Winter verabschiedet und es ist Zeit, den Rucksack zu packen und nach draußen zu gehen. Wir starteten die Wandersaison mit dem Van Staden Nature Reserve – etwas außerhalb von Port Elizabeth aber zum jetzigen Zeitpunkt genau das Richtige, da die Proteas noch überall blühen. Neben Blumen gibt es fantastische Aussichten auf Berge und Flüsse sowie viele Rastmöglichkeiten und für Vogelbeobachter sogar eine kleine Hütte nebst einem See. Für ganz Faule gibt es auch eine Straße, die zu fast allen Aussichtspunkten führt. Da die anscheinend recht gern genutzt wird, empfiehlt es sich daher neben diesen Wegen zu laufen und statt dessen den bestehenden Pfaden durch Gestrüpp, über Stock und Stein zu folgen. So sehr wie es genossen habe hier zu Fuß unterwegs zu sein, so wenig würde ich das im Sommer noch einmal machen. Selbst der Waldpfad hat kaum Schatten gespendet, was wohl daran liegt das unter Wald etwas anderes verstanden wird. Statt der erwarteten meterhohen Bäume, haben sich links und rechts des Weges nur ein paar Büsche versammelt – gerade genug um jegliche Sicht zu nehmen, aber nicht genug, um darunter zu pausieren.

english version:

Finally the winter is gone and we can pack our backpacks and go for hikes. We started the hiking season with a walk in the Van Standen Nature Reserve just outside Port Elizabeth but perfect for the spring season, since all of the Proteas there are still in flower. Besides flowers there are spectacular views on mountains and small rivers as well as many picnic areas and even a small hut next to a sea for birders. For those who are very lazy, there is also a street heading to all the viewpoints. Since this street is used pretty much, I would recommend to walk the paths besides this street. As much as I enjoyed it to walk there, I would not do it again during summer, because there is no shade at all. Even the so called forest path has no trees to offer. Maybe they understand something different here, when talking about a forest. Instead of high trees there were only some bushes along the path – just enough to take the view but not enough to have a break under them.

Things to do in Port Elizabeth No. 4: have a break at the Grass Roof Farmstall

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(english version below)

Die Touristeninformation macht mich noch verrückt. Für das letzte Wochenende hatte ich einen Besuch auf einer Merinofarm im Auge gehabt – etwas was auf der Informationsseite für die Stadt noch beworben wird und etwas was ich als Strickerin unbedingt sehen wollte. Eine Rückfrage bei entsprechender Farm, wann die Besichtigungen stattfinden und wie ich sie buchen kann, wurde nach ein paar Tagen beantwortet. Nein, Besichtigungen sind schon lang nicht mehr möglich, da der Brand im letzten Jahr zu viel zerstört hat. Etwas enttäuscht von dieser Nachricht griff ich auf meinen Plan B zurück: den Besuch einer Reptilienfarm, die ebenfalls keine 15 Minuten entfernt ist. Zu dieser gab es nicht nur eine Empfehlung auf der Internetseite, sondern auch Hinweise, wann die Vorführungen der Giftschlangen stattfinden, damit man diese nicht verpasst. Ein gutes Zeichen dachte ich. Auch auf dem Weg war ich noch guter Dinge, da es noch wunderbar frisch aussehende Schilder gibt, die mir den Weg zur Farm weisen. Auch als wir ankamen, glaubte ich noch daran sogleich einer Black Mamba nahe zu kommen, da der Parkplatz bis obenhin voll war mit schlecht quer parkenden Kleinwagen. Fünf Minuten vor Showbeginn laufe ich dem Eingangsschild entgegen, durch einen kleinen Wald mit Sträuchern so dicht, dass kaum Tageslicht durchringt, und lande am Ende auf einer lichtdurchfluteten Wiese. Einer Wiese mit vielen weißen Tischen, weißen Tischdecken, einer verdammt großen weißen Torte, herumrennenden Kindern, vielen mit schwarzen Anzügen gekleideten Männern, die heiter die Sektgläser schwingen und einer Braut in weiß. Öhm… ich war leicht verunsichert und schlängele mich durch die Menge einem Ausgang am anderen Ende der Wiese entgegen, finde mich aber nur bei den Toiletten anstatt bei den Schlangen wieder. Ich schleiche mich zurück und werde von der Hochzeitsplanerin aufgehalten, die in ihrer Liste gerne abhaken möchte, dass ich da bin. Das finde ich sehr nett von ihr. Auch wenn die Torte verlockend ausschaut, weise ich sie leise darauf hin, dass ich eigentlich den Reptilienpark suche. „Den Reptilienpark? Ach den betreiben wir doch schon lange nicht mehr. Wir haben uns entschieden stattdessen Hochzeiten zu veranstalten.“ lacht sie mir schallend entgegen. Hm. Prima. Ich überlegte, ob ich wenigstens ein Foto vom alten Schlangenpark schießen kann, entnahm dem Blick der Braut aber, dass sie meine Anwesenheit an ihrem großen Tag als weniger erfreulich empfindet, und stampfe zurück auf den Parkplatz. Es ist wirklich ein bisschen nervend, dass man sich hier wenig auf öffentliche Informationen verlassen kann. Einen Internetauftritt hat hier kaum jemand und wenn, dann ist das noch lange keine Versicherung für Aktualität. Die Bibliothek zum Beispiel, eines der schönsten Gebäude der Stadt, kann man nach Angaben der Touristeninformation fünf Tage die Woche besuchen. Tatsächlich aber ist das Gebäude seit 2013 aufgrund von Wasserschäden geschlossen und wird es wohl mindestens noch bis 2018 bleiben. So stehe ich regelmäßig vor geschlossenen Türen und ärgere mich um die schöne Zeit. Diesmal hab ich zumindest kurz eine südafrikanische Hochzeit gesehen, sitze dann aber im Auto und frag mich, wohin.

Da ich nicht schon wieder nach Hause wollte, fragte ich mich, was wohl mit Sicherheit offen hat. Wenn das eines ist, dann jedes Haus, das Essen serviert. Keine zwei Minuten vom jetzt nicht mehr Reptilienpark entfernt ist der Grass Roof Farmstall, in den wir sodann auch einbiegen, um bei einem Kaffee zu überlegen, was wir mit dem angebrochenen Tag anfangen. Farmstalls gibt es in der Gegend zahlreiche, einige weniger gute und einige ziemlich gute. Der Grass Roof Farmstall gehört zu Letzteren. Es gibt nicht nur verdammt guten Kaffee, sondern auch eine Speisekarte, die mich bereuen lässt, dass ich beim Frühstück über die Stränge geschlagen habe. Mit vollem Magen starre ich daher meinen Sitznachbarn das Essen vom Teller und verspreche mir, ziemlich bald wieder hier zu sein. Dann aber ohne Nutellabrot im Bauch. Heute bleibt es beim Heißgetränk und dem Verwöhnen einer der vielen Katzen, die es sich neben mir bequemt macht und nach Aufmerksamkeit heischt. Außer dem ziemlich großen Restaurant gibt es einen Shop, in dem man allerhand essbares und nicht essbares erwerben kann, dass von den umgebenden Farmen kommt. Zum ersten Mal sehe ich Eier, Brot oder Gemüse, das nicht nur regional, sondern auch bio ist.

The tourist information drives me nuts. I planned a visit at a Merino farm for the last weekend – something that was suggested by the NMBT and I really wanted to do since I knit a lot. But as I asked for a visit and where I can book a tour I got the response that there aren´t any tours anymore due to the fire last year. I was disappointed but I had a plan B: visiting a reptile farm that is also less than 15 minutes away. This farm wasn´t only recommended but there was also information about the times of the different shows you can see. That is a god sign, I thought. I still was happy when we were on our way, since there were signs that showed us where to go. And they still looked quite new. Even when we reached the parking space I still thought that I was about to see a black mamba, since there were many other cars parking really badly in the small place. Five minutes before one of the shows started I walked along the signs for the entrance and through a small forest, with bushes so thick that you could barely see the sunlight. At the end I reached a meadow. And there were also many white tables, white tablecloths, a huge white cake, running children, men in black suits swinging their glasses of sparkle wine and a bride in white. Err… I was slightly irritated and tried to find my way through the crowd towards an exit at the other side. But instead of being at the snakes I just reached the toilets. I was creeping backwards when the wedding planner came to me to tick me off the guest list. I thought that this is very nice of her. Even though the cake looked very tempting I told her that I was actually there to see the snakes. “You want to visit the reptile park? Oh dear, we are not doing this for years. Instead we host weddings now.” she said, laughing. Hm. Nice. I wondered if I would at least be able to take one picture of the old reptile farm. But the look on the bride´s face told me, that she was not very pleased with my visit on her big day. So I went back to the car. It is annoying, that you can not trust the public information about the sights here. Nearly nobody has a webpage and even if there is one, that is no guarantee it is up to date. Take the library for instance. According to the website´s information you can visit it five days a week, while it is actually closed since 2013 after it suffered from water damages. And it will be closed at least until 2018. So I am standing in front of closed doors regularly and am annoyed about the waste of time. This time I at least saw a South African wedding, but was then again sitting in the car, wondering what to do next.

Since I did not want do go home, I asked myself if there is anything that will not be closed for sure. If there is something you can rely on to be open, it is the restaurants. Less than two minutes from the not-reptile-park-anymore there is the Grass Roof Farmstall, where we drove to have at least a nice cup of coffee. There are many farmstalls in the area, some of them not so good, and some of them very good. The Green Roof Farmstall is among the latter. They do not only have fantastic coffee but also a menu that made me regret having so much for breakfast. With a full stomach I steered the food from my neighbor’s plates and promise myself to be back very soon. But without having Nutella for breakfast before. Today a coffee must do as well as to pet one of the cats that came to me, asking for attention. Besides the restaurant they also have a shop selling  a lot of edible and not edible stuff, delivered by the famers in the area. So for the first time I see some eggs, bread and vegetables that are not only regional but also organic.

Price: € € € €