Colorrun 2016

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Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben an einem Lauf teilgenommen. Aus vielen Gründen: Es waren nur 5 Kilometer zu bewältigen. Es wurde keine Zeit gemessen. Ich wollte schon immer eine Teilnehmernummer an meinem Kühlschrank haben. Es durften Tutus getragen werden. Es wurde viel BUNT versprochen. Es durfte gematzt werden. Es musste gematzt werden. Es gab T-Shirts als Andenken und viel “Glitter at the end of the rainbow”.

Allein das Herummatzen war für uns schon Grund genug  unsere Tickets am Freitag im strömenden Regen einzulösen, auf besseres Sonntagwetter zu hoffen und eine Menge gefärbtes Maispulver einzukaufen. Auch in Deutschland wollte ich schon immer mal an einem Holifest teilnehmen, hab es dann aber nie gemacht, weil es irgendwie immer in einer Techno- oder Schlagerpartie zu enden schien auf der man eigentlich nichts Anderes macht, als zwischen hundert grölenden Betrunkenen zu stehen. Hier hingehen war Alkohol verboten und Bewegung geboten. Mit Farbe wurde man alle Kilometer belohnt. Und das ordentlich. Mitunter lief man durch die Farbwolken in den Stationen und konnte die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Für einige aber so ein Gaudi, dass sie sich dann noch in dem von Farbe übersäten Boden wälzten, Purzelbäume schlugen oder sich das Pulver in die Hosentaschen steckten um später noch was davon zu haben. Und so wurde man vom weißen Schneemann zu einem Gemisch aus rotem Flash, grünen Grinch, blauen Schlumpf und orangenem Niederlande Fan, um an der Ziellinie von einer Fee mit Glitzerstaub bepustet zu werden. Klingt albern? Ja ist es auch. Und spaßig. Und ich denke, darauf kam es an – dass an diesem Tag alle ihre Freude haben, egal ob groß oder klein, jung oder alt, schwarz oder weiß, schüchtern oder extrovertiert, befußt oder berädert, behaart oder beglatzt, Spargelhans oder Muckibudenabonnent, Vegetarier oder Selbstversorger, tanzbegabt oder Mit-dem-Fuß-Wipper, Nobelpreisträger oder Schulabbrecher, Millionär oder Couchsurfer, Fußballfan oder Desinteressent. Das ist dem Team auch gelungen. Ich habe nicht einen Miesepeter gesehen aber hunderte von strahlenden Gesichtern, habe zig Gespräche mit Leuten geführt, die ich noch nie gesehen habe, Komplimente bekommen und verteilt.

Ach ja – die Farbe ging auch gut wieder ab. Am Ende gab es eine Reinigungszone (Powert by Vanish) in der man einmal von einem Laubbläser mit einem Mann vorne dran abgebraust wurde. Das war sooo kalt, aber ich hätte gerne mal eine Slow-Motion Aufnahme meines Gesichtes dabei gesehen. Nächstes Jahr wieder? Auf jeden Fall.

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One thought on “Colorrun 2016

  1. *GRÖHL* Wie geil! 😀
    Ich verstehe vollkommen, dass Ihr bei dieser völlig zwecklosen Sache mitmachen MUSSTET!
    Deine Haare sind ein Traum! Kannst Du das so lassen? ;-P

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