De Hoop Nature Reserve

 

the hoop dunes speaking

Because of the National Youth Day last Thursday, we had a long weekend in South Africa. We wanted to make a use of that and drive somewhere we wouldn´t be able to go on a normal weekend. So we took our map and looked for a nice place at the coast. I didn´t want to go too far inland because of the freezing nights we have here at the moment which are far worse than the ones at the coast. Of course you can still have hot days but during the nights the temperatures can easily drop to a little above zero degrees. Without a proper heating in the flat such nights are way to cold for me. In the end we decided to got to the Hoop, a Nature Reserve close to Cape Town and directly at the Indian Ocean. Since nobody seems to know this place or let alone has been there we booked only to nights – just in case we wouldn´t like it there. We started at nine o´clock in the morning of the 16th of June – a little to late as we know now. It took as over seven hours to go there which would be fine. But at halftime our car started to make strange noises that sounded like a “flop…flop…flop…flop”. We were able to locate the origin of the sound directly under our feet. We began to get an unpleasant feeling. Still no license plate on the car but already the first fault. Could that really be? We wondered for quite a while since there are no regular stops on the motorway like in Germany. Once in a while a gas station yes, but that’s it. At least we found a parking lot in front of a closed bungee jumping bridge and figured out that a big plastic piece (I still have no clue what it´s function is) got out of place. So my husband tried to fix it with ducked tape, a thing you should always with you. Photographers already know that this is a lifesaver! After that we tried to drive as careful as possible and arrived at the park just in time for the sunset.

But what a place! I don´t understand why it wasn´t crowded there. There is a 17 km long Vlei with such a productive ecosystem that you are able to see 260 bird species there. I´m not a birder but it was quite impressive having hundreds of birds flying around your place in the morning. I spotted flamingos and pelicans but my personal highlight was a Giant Kingfisher, fishing next to a small boathouse. It was so focused on catching a nice fish it didn´t even bother that I was trying to get close to it. Even fish eagles are nesting there. If you are not into birds, they also have a lot of game there. There are no fences or locked areas, so you and all the animals can walk around. There are also many hiking trails around the Vlei or between the fynbos. If you are there at the right time of the year hundreds of proteases are in flower which is very beautiful. We saw many antelopes, baboons, ostriches and cape rabbits. In the evening even a few bonteboks picked the grass in front of our little house to rest. Only one animal did hide – the snakes and to be honest I´m glad they did. I wasn´t really keen on meeting them. If you are neither in birds nor game than from the beginning of June up to October, there is also a good chance to spot whales. You have to take a short drive of 16 kilometers (that takes quite long because of the bad condition of the street, especially if it has rained before) and you will reach the dunes. Those dunes are the biggest I have ever seen close to the sea. Standing on top of one of those dunes you can see for miles. In one direction there is the sea and in the there are other more dunes. Nothing but dunes. It was very peaceful to sit there with the sound of the rolling waves in my ears, the smell of the salty sea in my nose and the touch of the sandy wind in my hair. It would have been enough for me to just enjoy this. But above all we were very lucky: The people living there told me that the whales haven´t arrived yet. But as I sat there, at first I saw same black spots in the sea. And they moved closer to the beach. I could make out same water fountains and then even some tails. The very first whales of the season! And even four of them. I can not even describe how happy this made me. Now I know they are on their way to us.

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Colorrun 2016

16k

Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben an einem Lauf teilgenommen. Aus vielen Gründen: Es waren nur 5 Kilometer zu bewältigen. Es wurde keine Zeit gemessen. Ich wollte schon immer eine Teilnehmernummer an meinem Kühlschrank haben. Es durften Tutus getragen werden. Es wurde viel BUNT versprochen. Es durfte gematzt werden. Es musste gematzt werden. Es gab T-Shirts als Andenken und viel “Glitter at the end of the rainbow”.

Allein das Herummatzen war für uns schon Grund genug  unsere Tickets am Freitag im strömenden Regen einzulösen, auf besseres Sonntagwetter zu hoffen und eine Menge gefärbtes Maispulver einzukaufen. Auch in Deutschland wollte ich schon immer mal an einem Holifest teilnehmen, hab es dann aber nie gemacht, weil es irgendwie immer in einer Techno- oder Schlagerpartie zu enden schien auf der man eigentlich nichts Anderes macht, als zwischen hundert grölenden Betrunkenen zu stehen. Hier hingehen war Alkohol verboten und Bewegung geboten. Mit Farbe wurde man alle Kilometer belohnt. Und das ordentlich. Mitunter lief man durch die Farbwolken in den Stationen und konnte die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Für einige aber so ein Gaudi, dass sie sich dann noch in dem von Farbe übersäten Boden wälzten, Purzelbäume schlugen oder sich das Pulver in die Hosentaschen steckten um später noch was davon zu haben. Und so wurde man vom weißen Schneemann zu einem Gemisch aus rotem Flash, grünen Grinch, blauen Schlumpf und orangenem Niederlande Fan, um an der Ziellinie von einer Fee mit Glitzerstaub bepustet zu werden. Klingt albern? Ja ist es auch. Und spaßig. Und ich denke, darauf kam es an – dass an diesem Tag alle ihre Freude haben, egal ob groß oder klein, jung oder alt, schwarz oder weiß, schüchtern oder extrovertiert, befußt oder berädert, behaart oder beglatzt, Spargelhans oder Muckibudenabonnent, Vegetarier oder Selbstversorger, tanzbegabt oder Mit-dem-Fuß-Wipper, Nobelpreisträger oder Schulabbrecher, Millionär oder Couchsurfer, Fußballfan oder Desinteressent. Das ist dem Team auch gelungen. Ich habe nicht einen Miesepeter gesehen aber hunderte von strahlenden Gesichtern, habe zig Gespräche mit Leuten geführt, die ich noch nie gesehen habe, Komplimente bekommen und verteilt.

Ach ja – die Farbe ging auch gut wieder ab. Am Ende gab es eine Reinigungszone (Powert by Vanish) in der man einmal von einem Laubbläser mit einem Mann vorne dran abgebraust wurde. Das war sooo kalt, aber ich hätte gerne mal eine Slow-Motion Aufnahme meines Gesichtes dabei gesehen. Nächstes Jahr wieder? Auf jeden Fall.

Floating Book Shop

3k

Der Winter zeigt sich langsam. Das heißt, die Nächte werden kalt, die Sonne kommt nicht mehr jeden Tag raus und ab und an regnet es. Dieses Wochenende wollten wir daher einen Tag auf der Couch einlegen, mit Tee und einem schönen Buch. Also hat es sich eigentlich angeboten, dass gerade diese Woche der weltgrößte schwimmende Buchladen im Hafen eingelaufen ist und für eine Woche seine Luken für uns öffnet. Prima – da hüpfen wir doch mal rein und nehmen und neuen Lesestoff mit, da sich meiner zur Zeit sowieso dem Ende zuneigt. Im stömenden Regen haben wir uns zum Hafen gemacht und waren dort dann die Einzigen in der Schlange an der Kasse. Trotzdem wurden wir sehr herzlich begrüßt und in die warme Koje eingeladen. Wir sollen uns Zeit lassen in den über 5000 Titeln zu stöbern. Und das mach ich ja gern – es gibt kaum einen Buchladen aus dem ich nicht mit voll gepackten Taschen wieder raus komme. Und bei 5000 Titeln – da MUSS ja was dabei sein. Dachte ich. Was man hätte dazu sagen können ist, dass es sich um 4990 christliche Titel handelt. Und nachdem ich eine halbe Stunde dennoch hoffnungsvolle Blicke auf die Buchrücken geworfen hatte, beschlich mich das Gefühl, das es im Endeffekt nur ein Buchtitel ist. Also hab ich mich von den Bibeln zu den Kinderbibeln über die Eheberater und Lebensberater zu den zehn Klassikern vorgearbeitet, um festzustellen, dass diese schon einen Platz in meinem Bücherschrank  haben. Nun ja. Ganz unspannend war es dennoch nicht – wir haben ein großes Schiff gesehen, die “Reise der Liebe” beschritten, neue Ecken im Hafen entdeckt und eine gute Stunde im warmen verbracht. Das ist ja auch was.

Addo National Park

Keine Stunde Autofahrt entfernt von uns befindet sich der Addo Nationalpark, ein 1640 qkm großes ehemaliges Farmgelände, das 1931 zum Schutz der letzten lebenden Elefanten der Region in einen Nationalpark umgewandelt wurde. Mittlerweile ist es der drittgrößte Nationalpark Südafrikas. Selbstfaher können hier mit etwas Glück die Big Five sehen aber auch viele andere Tiere wie verschiedene Antilopenarten, hunderte von Warzenschweinen und Affen oder auch Hyänen. Es gibt verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten die übers Zelten bis hin zu kleinen Chalets reichen. Wir haben uns für die Rondavels entschieden, die einen direkten Blick auf ein beleuchtetes Wasserloch bieten, sodass wir auch beim abendlichen Grillen noch Blicke auf Nashörner, Wasserbüffel und Elefanten genießen konnten.
Es ist wirklich ein wunderschöner Park, in dem man bequem Tage verbringen kann. Mitunter kommen die Tiere sehr nah – so hatten wir beispielsweise das Glück eine Elefantenherde an unserem Auto vorbeitraben zu sehen. Ich denke wir werden defintiv wieder kommen, denn die Großkatzen haben sich prima vor uns versteckt…